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CanMed Ticino – Ein Patientenverein fürs Tessin

Mit CanMed Ticino entsteht eine neue Patientenorganisation für Menschen, die Cannabis medizinisch anwenden. Der Verein möchte die Cannabis-Patientinnen und -Patienten im Tessin unterstützen, informieren und ihnen eine Stimme geben. CanMed Ticino arbeitet daran, das Thema sichtbarer zu machen und Betroffene besser zu begleiten.

Eine Patientenstimme fürs Tessin

Seit März 2026 gibt es mit CanMed Ticino nun auch im Tessin eine eigene Patientenorganisation. Der Verein möchte italienischsprachige Patientinnen und Patienten vernetzen, unterstützen und ihnen zeigen, dass sie mit ihrer Situation nicht allein sind.

Gerade im Tessin herrscht gegenüber dem Thema Cannabis noch immer eine sehr konservative Haltung. Viele Menschen wissen bis heute gar nicht, dass man sich Cannabis in der Schweiz medizinisch verschreiben lassen kann. Gleichzeitig kämpfen Betroffene weiterhin mit dem Stigma der Drogensucht und haben oft Angst, offen über ihre Therapie zu sprechen.

Diese Problematik besteht zwar in der ganzen Schweiz, im Tessin ist sie jedoch besonders ausgeprägt. Umso mutiger und wichtiger ist es, dass nun mit CanMed Ticino eine Patientenorganisation entsteht, die Betroffenen eine Stimme gibt und mehr Sichtbarkeit schafft.

Gegründet von Betroffenen

Gegründet wurde CanMed Ticino von Gennaro Ausellio und seinem Mann Emanuelle. Beide sind selbst Patienten und kennen die Problematik aus eigener Erfahrung. Sie therapieren sich selbst mit Cannabis, verfügen über ein Rezept, kämpfen mit Krankenkassen und wissen genau, was es bedeutet, täglich mit chronischen Beschwerden und Unsicherheiten leben zu müssen. Aus diesen Erfahrungen entstand der Wunsch, anderen Betroffenen zu helfen und ihnen eine Stimme zu geben. Der Verein soll Menschen zusammenbringen, vernetzen und zeigen: Niemand ist mit dieser Situation allein. 

Unterstützung, Austausch und Orientierung

CanMed Ticino möchte in Zukunft einen Ort schaffen, an dem sich Betroffene treffen, austauschen und gegenseitig unterstützen können. Gleichzeitig soll der Kontakt zu medizinischen Fachpersonen gefördert werden, die offen für Cannabistherapien sind und Patientinnen und Patienten im Tessin begleiten möchten.

Der Verein hilft Betroffenen dabei zu verstehen, wie man zu einem Rezept kommt und welche medizinischen Fachpersonen oder spezialisierten Apotheken weiterhelfen können. Gerade für italienischsprachige Cannabis-Patientinnen und -Patienten ist es wichtig, Informationen in ihrer eigenen Sprache zu erhalten und sich mit anderen Betroffenen austauschen zu können.

Auf der Webseite von CanMed Ticino finden sich bereits viele Informationen rund um Cannabis in der Medizin, den Verein sowie aktuelle Medienberichte und Zeitungsartikel, die in letzter Zeit erschienen sind. Dort erfahren Betroffene mehr über die Arbeit des Vereins und finden wichtige Kontakte und Informationen.

Auch auf der Webseite von MEDCAN sind inzwischen sämtliche Informationen auf Italienisch abrufbar – darunter die Karte mit medizinischen Fachpersonen und spezialisierten Apotheken in der Schweiz.

Gemeinsame Ziele

CanMed Ticino und MEDCAN stehen in Austausch. Wir freuen sich sehr, dem neuen Verein zur Unterstützung einen Flyer drucken zu können. Gemeinsam möchten die beiden Patientenorganisationen mehr Aufmerksamkeit für das Thema schaffen und die Situation von Betroffenen langfristig verbessern.

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MEDCAN freut sich besonders darüber, dass nun auch die italienischsprachigen Stimmen in der Schweiz sichtbarer werden und sich immer mehr Patientinnen und Patienten trauen, offen über ihre Erfahrungen zu sprechen.

Du wohnst im Tessin und bist Cannabis-Patientin oder -Patient? Dann melde dich bei CanMed Ticino, vernetze dich mit anderen Betroffenen und unterstütze den Verein als Mitglied.