Wohlverdiente Sommerferien
Auch die Medien haben sich bei uns gemeldet, um über die Situation der Betroffenen zu berichten. So erschien ein ausführlicher Artikel in der Schweizer Familie, und im Radio SRF gab es einen spannenden Podcast, der auch online verfügbar ist. Hier finden Sie die beiden Artikel.
Zudem haben wir dieses Jahr bereits drei Veranstaltungen organisiert:
– Am 1. März fand in Zürich der erste We, The Patients-Event statt.
– Am 26. April folgte unsere Generalversammlung.
– Am 24. Mai haben wir den We, The Patients-Anbau-Workshop durchgeführt.
Wir hoffen, diese Anlässe haben Ihnen gefallen, und wir möchten auch zukünftig weitere solcher Treffen anbieten. Wir sind bereits in der Planung und werden euch nach der Sommerpause mehr erzählen.
Am letzten Mai-Wochenende waren wir zudem beim Buds and Beats Festival in Zürich Oerlikon. Der zweitägige Anlass war ein Erfolg – es besteht Bedarf an Aufklärung, Vernetzung und Austausch. Wir haben viele Gespräche geführt, Informationen weitergegeben, Kontakte geknüpft und uns sehr darüber gefreut, wie unsere Gemeinschaft weiter wächst.
Bevor wir neue Projekte angehen, brauchen wir jetzt jedoch eine Pause. Von Juli bis Mitte August machen wir Sommerferien. Wir sind weiterhin per E-Mail und auf Telegram für Sie erreichbar, beantworten Anfragen aber nicht ganz so regelmäßig. Im Juli wird es auch keinen Newsletter geben. Wir wünschen allen Mitgliedern eine schöne Sommerzeit!
Am 1. August jährt sich außerdem die Gesetzesänderung zum dritten Mal. Vieles hat sich verbessert, und einige Mitglieder erhalten inzwischen Rezepte und auch Kostenübernahme durch die Krankenkasse. Dennoch kämpfen noch sehr viele weiterhin mit den hohen Kosten – mehrere Hundert oder sogar über Tausend Franken monatlich, dass können sich chronisch kranke Menschen einfach nicht leisten. Auch bleibt es oft schwierig, eine Ärztin oder einen Arzt zu finden, die Cannabis verschreiben.
Im internationalen Vergleich steht die Schweiz trotz dieser Herausforderungen besser da als manche Nachbarländer. Das sollte uns bewusst sein: Wir haben hier die Möglichkeit, Cannabis auf Rezept in Apotheken zu beziehen – das ist in vielen europäischen Ländern noch immer nicht der Fall. Dennoch fehlt weiterhin die dringend notwendige Unterstützung durch die Krankenkassen. Dies bleibt eine große Hürde, denn die Kassen fordern Studien, die niemand finanzieren will. Vielleicht eröffnet die angekündigte Gesetzesvorlage zur Legalisierung hier eine neue Chance, die Probleme der Patientinnen und Patienten erneut in den Fokus zu rücken.